A.R. Penck

Pionier des Neo-Expressionismus

Kunst ohne Kompromisse

Am 5. Oktober 1939 wurde A.R. Penck in Dresden geboren. Ralf Winkler ist sein wirklicher Name. Da ihm die Stasi ständig auf den Fersen war, nutzte er verschiedene Künstlernamen. Mein persönlicher Favorit: Mike Hammer.
 
A.R. Penck wusste schon als Kind, dass er Künstler werden würde. Daher nahm er schon früh Zeichenunterricht. Gemeinsam mit Freunden gründete er eine Künstlergruppe. Ihr Motto: Kunst ohne Kompromisse.
 
Auf kompromisslose Künstler hatte man in der DDR so gar keine Lust. Man rächte sich, indem man der Gruppe ein Kunststudium verwehrte. Die Partei lehnte auch die Mitgliedschaft im Verband der Bildenden Künstler ab. Eine wirtschaftliche Existenz als Künstler war damit ausgeschlossen. Autsch, was jetzt?
 
Die Geschichte könnte an dieser Stelle eigentlich enden. A.R. Penck arbeitet in diversen Jobs. Diese sind jedoch nur Mittel zum Zweck und er nutzt jede freie Minute für seine Kunst. Ohne es zu wissen, steht sein Durchbruch kurz bevor.

 

Eben noch im Untergrund war er nun ein gefeierter Star.

Im Westen steigt das Interesse an A.R. Penck. Ein Kölner Galerist stellte die ersten Werke aus. In der DDR arbeitete A.R. Penck im Untergrund, in der BRD war er ein gefeierter Newcomer.  Um die vielen Ausstellungen bedienen zu können, werden seine Leinwände als Bettlaken getarnt über die Grenze geschmuggelt. Die Stasi wurde auf ihn aufmerksam.
 
Ein Freigeist, der seine Werke in den kapitalistischen Westen verkauft, passte den Beamten gar nicht. Sie wurden aktiv. Angestachelt von diversen West-Deutschen-Kunstpreisen beschlagnahmten sie alle Bilder, denen sie habhaft werden konnten. Die Stasi brach sogar in sein Atelier ein. Dort zerstörten sie verschiedene Arbeiten. Aber es kam noch schlimmer.
 
Im Jahr 1980 stellt man A.R. Penck ein Ultimatum. Gefängnis oder Flucht. Er hatte 24 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen. Der Kontrast in seiner neuen Heimat könnte kaum größer sein. Eben noch im Untergrund war er in der BRD bereits ein gefeierter Star. Jetzt konnte er endlich frei arbeiten.
 
Von 1989 bis 2005 war A.R. Penck Grafik-Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.  Im Mai 2017 verstarb der Ausnahmekünstler im Alter von 77 Jahren. 

 

Zwischen Höhlenmalerei und Graffiti

A.R. Penck mangelte es nicht an Selbstbewusstsein. Schon in jungen Jahren steckte er sich hohe Ziele. Sein Anspruch: Besser werden als Rembrandt. Seine Kunst war anfangs noch figurativ. Eine Inspiration fand er in Picasso. Laut eigener Aussage war dieser der Schlüssel, um Rembrandt zu besiegen. Von seinem späteren Stil war noch nichts zu sehen.
 
Doch dann der Bruch. Ein befreundeter Künstler beschrieb es so: Wie jeden Tag ging er in das gemeinsame Atelier und plötzlich sah er eine Leinwand mit schwarzen dünnen Figuren. A.R. Penck hat alles aus dem Weg geräumt, was er zuvor erarbeitet hatte. Es ging nicht mehr um Farben und Formen. Es ging allein um die Botschaft. Doch was hatte es damit auf sich?
 
A.R. Penck konnte realistisch malen. Das hat er schon seit seiner Auseinandersetzung mit Rembrandt bewiesen. Doch wie vermittelt man eine Botschaft, wenn nur das Aussehen zählt? A.R. Penck verbannte alles Dekorative und ersetzte es durch Symbole und minimalistische Figuren. Krawumm. Das war etwas völlig Neues.

 

Seine Figuren wirken wie Wesen aus lang vergangener Zeit.

So ganz neu war es dann doch nicht. Vorlagen findest du aber nicht in Kunstmuseen oder Galerien. Du findest sie in Steinzeithöhlen.
 
Wie bitte?
 
Richtig gehört. In der Steinzeit gab es keine Kunstkritiker und Kuratoren. Unsere Vorfahren machten Kunst ohne Kompromisse. Kommt dir das bekannt vor? A.R. Penck fand hierin die Grundlage für seinen neuen Stil. Seine Figuren wirken wie Wesen aus lang vergangener Zeit. Seine Symbole sind archaisch und ausdrucksstark. 
 
Höhlenmalereien erinnern mich immer ein wenig an Graffiti. Ich stelle mir dann vor, wie ein Steinzeit-Teenager ein paar Mammuts an die Höhlenwand zaubert. Ein Archäologe bekommt jetzt vielleicht Atemnot, jedoch will das Bild nicht aus meinem Kopf. Fakt ist: die Graffiti-Einflüsse bei A.R. Penck unverkennbar. Umgekehrt werden viele Graffiti-Künstler von A.R. Penck inspiriert. Warum A.R. diesen Ansatz wählte, erfährst du jetzt.

 

Pencks Wunsch war eine Welt ohne politische Blöcke.

Im Ostblock herrschte der Stalinistische Realismus. Der kommunistische Mensch wurde als muskelbepackte Kampfmaschine mit heroischem Blick dargestellt. Die dünnen, unförmigen Strichmännchen von A.R. Penck wirkten dagegen wie Gotteslästerung. Selbst Freunde des Künstlers waren von seinem Ansatz überfordert. A.R. Penck blieb völlig unbeeindruckt. Er hatte eine Mission.
 
Sein Ziel: Frieden und Gerechtigkeit. Bereits in der DDR setzte er sich für freie Grenzen ein und warb für ein friedliches Miteinander. Sein Wunsch war eine Welt ohne politische Blöcke. Im Kalten Krieg gab es für ihn kein Gut und Böse. Er sah nur Mächte, die ihre Dominanz um jeden Preis ausbauen wollen. Was waren andere Themen von A.R. Penck?

 

A.R: Penck erinnert er daran, wer wirklich das Sagen hat: die Natur.

Zack, wir sind wieder in der Steinzeit. Der Mensch lebt von und mit der Natur. Ohne Tiere ist eine Existenz nicht vorstellbar. Ihre Wanderungen bestimmen den Rhythmus des Lebens. Für die frühen Menschen sind sie kein Nutzvieh. Sie sind Halbgötter. Auf den Höhlenwänden werden sie verehrt. Man malt sie übergroß und mächtig. Und für uns unvorstellbar: Sie sind den Menschen überlegen. Aber was hat das mit A.R. Penck zu tun?
 
Penck setzte genau hier an. In einer Welt von Mastbetrieben und Abholzung erinnert er daran, wer wirklich das Sagen hat: die Natur. Seine Tierwesen überstrahlen den Menschen. Die auf uns primitiv wirkenden menschlichen Darstellungen aus der Steinzeit übernimmt er bewusst. Sie sind wörtlich zu verstehen.

 

Viele nahmen Pencks Elemente als Vorbild.

Die Relevanz seiner Werkes wurde bereits zu Lebzeiten gefeiert. Ein Highlight sind die drei Teilnahmen auf der Documenta in Kassel. Eine vierte Teilnahme wurde von der DDR verhindert. Auch Museen erkannten schnell seinen Wert. Allein das New Yorker Museum of Modern Art verfügt über mehr als hundert Kunstwerke. Das ist doch alles schon lange her, könnte man meinen.
 
Tatsächlich war die Nachfrage nie größer. Erst 2020 wurde eine Leinwandarbeit für über 500.000 € versteigert: ein neuer Rekord.
 
Die Anerkennung von Sammlern und Museen ist das eine. Aber wie reagierten andere Künstler darauf? Viele nahmen Pencks Elemente als Vorbild. Berühmte Beispiele sind Keith Harring und Jean-Michel Basquiat. Sie übernahmen wesentliche Elemente, die A.R. Penck zuvor etabliert hatte.  Sein Einfluss auf die internationale Kunstszene war enorm.

 

A.R. Pencks künstlerische Entwicklung finde ich besonders spannend.

A.R. Penck war unangepasst. Das wissen wir jetzt. Ein Beispiel dafür, wie die DDR mit unliebsamen Künstlern umging. Das Studienverbot zeigt, wie früh die politische Auslese begann. Doch Penck ließ nicht locker. Es ist beeindruckend, wie er über die bewachte Staatsgrenze hinaus seinen Durchbruch schaffte.
 
Seine künstlerische Entwicklung finde ich besonders spannend. Während er sich anfangs noch mit Rembrandt messen wollte, warf er später alles Dekorative über Bord. Ein anschauliches Beispiel für die Entwicklung eines großen Künstlers. Ihre berühmten Werke stehen am Ende eines langen Prozesses.
 
A.R. Penck warb in Zeiten der Anspannung und Angst für ein friedliches Miteinander. Sein wichtigstes Thema war der Kalte Krieg und sein politisches Schubladendenken. Es ist unglaublich mutig, diesen Standpunkt inmitten einer ideologischen Diktatur zu verbreiten.

 

Wir bieten den Werken Pencks ein Zuhause.

Was für eine Persönlichkeit. Kein Wunder, dass wir für seine Kunst brennen. Ein Kunstwerk von A.R. Penck sieht nicht nur beeindruckend aus: Es ist ein Statement. Es beweist, dass du nicht oberflächlich bist und über klare Prinzipien verfügst. Leider selten vorkommende Fähigkeiten.
 
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